ADAC Mobilitätsindex 2024

Auftraggeber

Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC)

Jahr

2024


Die Mobilität in Deutschland ist nachhaltiger geworden. Dennoch erreicht  der Verkehrssektor die nationalen und internationalen Klimaziele bisher nicht. Das liegt vor allem am Straßenverkehr – denn in Deutschland ist das Auto nach wie vor das Verkehrsmittel der Wahl.

Im Auftrag des ADAC erstellte Prognos den ADAC Mobilitätsindex 2024. Die dritte Ausgabe berücksichtigt die jüngsten verfügbaren Daten des Verkehrsverhaltens in Deutschland . Der Index liefert eine wissenschaftlich fundierte Datengrundlage, die Entwicklungen im Verkehrssektor transparent machen und zugleich eine sachliche Diskussion um nachhaltige Veränderungen der Mobilität ermöglichen soll.

Antriebs- und Energiewende vorantreiben

  • Die Verkehrsnachfrage hat sich in Deutschland im Vergleich zu den beiden Vorjahren normalisiert.
  • Bei allen Verkehrsträgern (Straße, Schiene, Luft) lag sie aber noch unter den Werten von 2019, dem letzten Jahr vor der Pandemie.
  • Der Rad- und Fußverkehr legte etwas zu und auch der Anteil des Schienenverkehrs an der gesamten Mobilitätsleistung ist gegenüber 2019 gestiegen.
  • Darüber hinaus ging im innerdeutschen Luftverkehr die Nachfrage zurück, vermutlich ein langfristiger Trend.
  • Nur in wenigen Bereichen gelingt es bisher, die Entwicklung von Unfällen oder Emissionen von der Verkehrsnachfrage zu entkoppeln. Das liegt vor allem an dem Straßenverkehr.
  • Trotz deutlich höherer Kosten (insbesondere für Kraftstoffe) kehrten die Verbraucherinnen und Verbraucher weitgehend zu ihren Mobilitätsgewohnheiten von vor der Pandemie zurück.
  • Die Preissteigerungen bei Fahrzeugen und Kraftstoffen belasteten besonders Haushalte mit einem niedrigen Einkommen, die stark auf das Auto angewiesen sind, weil Alternativen fehlen.
  • Daher ist die Wende hin zu Elektromobilität und alternativen Kraftstoffen nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus sozialer Perspektive wichtig.  
  • Wie immer berücksichtigt der Mobilitätsindex die jüngsten zur Verfügung stehenden Daten, diese stammen aus dem Jahr 2022. Neuere Daten liegen vollumfänglich noch nicht vor.

Unsere Vorgehensweise

Der Index beruht auf wissenschaftlichen Methoden und öffentlich zugänglichen Daten, die die Mobilität im Individual- und öffentlichen Verkehr abbilden. Dabei werden sowohl kurz- als auch langfristige Veränderungen dokumentiert, bewertet und deren Ursachen analysiert. Die Nachhaltigkeit im Mobilitätsindex basiert auf ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten, die in fünf Dimensionen bewertet werden: Verkehrssicherheit, Klima und Umwelt, Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Bezahlbarkeit.

Als Basisjahr dient das Jahr 2015 mit einem Indexwert von 100. Rund 85 Prozent der Daten stammen aus öffentlichen Statistiken, die restlichen 15 Prozent werden von Fachverbänden und Unternehmen zur Verfügung gestellt. 

Links und Downloads

Zum Mobilitätsindex 2024 (PDF, Kurzfassung)

Mehr Informationen auf der ADAC-Webseite

Übersichtsseite: Unsere Arbeit zum ADAC Mobilitätsindex

Projektteam: Sven Altenburg, Jens Fiedler, Ben Gibbels, Felix Guggenheim, Dr. Jochen Hoffmeister, Michael Kutschera, Marie-Luise Zwicker

Stand: 23.10.2024

Haben Sie Fragen?

Ihr Kontakt bei Prognos

Marie-Luise Zwicker

Projektleiterin

Profil ansehen

Mehr Studien & Projekte zu diesem Thema

Webseminarreihe „Betriebliche Klimarisikoanalyse“ für Unternehmen in Bayern

2026
| Projekt

Klimarisiken erkennen, bewerten, steuern: Im Auftrag des IZU haben wir für bayerische Unternehmen vier Webseminare und einen Praxis-Workshop zum Einstieg in die Klimarisikoanalyse entwickelt und durchgeführt.

Neue Märkte der Güterbinnenschifffahrt

2026
| Projekt

Durch Kreislaufwirtschaft, Energiewende und industrielle Transformation entstehen neue Märkte für die Binnenschifffahrt. Wie groß ihr Potenzial ist, haben wir mit SSP und SLN für das Bundesverkehrsministerium untersucht.

Schäden und Verluste durch Katastrophenereignisse

laufend
| Projekt

Im Auftrag des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe entwickelt Prognos eine Methodik, mit der Schäden und Verluste von Extremwetterereignissen systematisch, nachvollziehbar und vergleichbar erfasst werden können.

Betriebliches Klimamanagement: Von Klimaschutz bis Klimaanpassung

2026
| Projekt

Wir begleiteten unseren Kunden im Aufbau des betrieblichen Klimamanagements, dazu gehörte die Befähigung zur Durchführung einer Treibhausgasbilanz und einer Klimarisikoanalyse.

Peer-Learning-Projekt „Aktionsplan Klimaresilienz“ für Unternehmen

2026
| Projekt

Für klimaresiliente Unternehmen: Wir begleiteten fünf Unternehmen aus Baden-Württemberg bei der gemeinschaftlichen Erarbeitung ihrer ersten Klimarisikoanalyse.

Arbeitsschutz im Klimawandel

2026
| Projekt

Schon ein einziger Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft 431 Millionen Euro. Unsere Studie für das BMAS untersucht, wie präventiver, klimawandelgerechter Arbeitsschutz helfen kann, die Schäden einzudämmen.

Politikszenarien für die Treibhausgas-Projektionen 2025-2027

laufend
| Projekt

Prognos und seine Partner unterstützen die Erstellung der Treibhausgas-Projektionen 2025 bis 2027 der Bundesregierung.

Entwicklung & Verankerung der KLIMAWIN

laufend
| Projekt

Im Auftrag der Landesregierung Baden-Württemberg hat Prognos ein regionales Nachhaltigkeitsmanagementsystem speziell für klein- und mittelständische Unternehmen geschaffen – die KLIMAWIN.

Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Baden-Württemberg

laufend
| Projekt

Prognos begleitet die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit der Landesregierung Baden-Württemberg. Sie bildet eine zentrale Säule der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes.

Der klimaangepasste Bahnhof

laufend
| Projekt

Prognos prüft und bewertet Maßnahmen, die Bahnhöfe, Reisende und Bahnhofsbeschäftigte vor den Folgen des Klimawandels schützen können.

Über Prognos

Wir vereinen Wirtschaftsforschung und Strategieberatung für tragfähige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unsere belastbaren Daten, präzisen Analysen und wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse ermöglichen faktenbasierten Fortschritt – finanziell unabhängig, politisch neutral.

Mehr erfahren